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Für Liebhaber von lost places lassen sich mit Hilfe einheimischer Führer ehemalige verlassene Raketenbasen der Sowjetarmee entdecken. Sprayer haben sie noch nicht entdeckt, so dass man die Anlagen ohne die bei uns sonst üblichen Graffiti ablichten kann.
Vorbei am Kapshagay Stausee
Die Seidenstraße Richtung China
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An der Grenze zu Kirgisistan im Nationalpark Kolsaiseen findet man unberührte Bergseen in einer ursprünglichen Landschaft. Und man findet auch Quartiere bei einheimischen Bauern mit etwas mehr Komfort als am Aralsee, auch wenn man manchmal zur Toilette noch über den Hof muss, aber das war bei uns vor 60 Jahren auf dem Lande ja auch der Standard.
Wieder ein langer Weg
Die endlose Steppe wird immer wieder von Flußtälern durchschnitten, die aus dem Gebirge kommen.
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Besonders faszinierend, aber nur mit extrem geländegängigen Fahrzeugen erreichbar, ist der Kaindysee. Ein sehr junger See, der vor ca. 110 Jahren entstanden ist, als durch ein starkes Erdbeben ein halber Berg zu Tal stürzte und den Fluß aufstaute. Nach anstrengender Geländefahrt und einem kurzes Fußmarsch erreicht man den See und staunt beim ersten Anblick. Das Wasser des Sees wird selbst im Sommer maximal 4 Grad warm, da er von einem naheliegenden Gletscher gespeist wird und so haben sich unter der Wasserlinie an den Bäumen des überschwemmten Bergwaldes durch die extreme Kälte die grünen Nadeln erhalten, während aus dem Wasser nur noch die bleichen Holzgerippe ragen. Den surrealen Anblick des außergewöhnlichen Fotomotivs vergisst man genauso wenig, wie die abenteuerliche Fahrt in dem nur mit improvisierten Blechbänken ausgestattetem UAZ-Geländewagen eines einheimischen Fahrers.
Ein Sonnenaufgang begrüßte den Tag
Zum Glück hatte es in der Nacht nur wenig geregnet, das hatte zwei Vorteile, die Pisten staubten nicht und vor allem die schwierigen Pisten ins Hochgebirge waren nicht schlammig!
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Was ist nun als Fotozubehör empfehlenswert. Da in vielen Gegenden die Lichtverschmutzung extrem gering ist, lohnt es sich für Nachtaufnahmen des Sternenhimmels neben einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv ein Stativ mitzunehmen, aber auch für die Aufnahmen in den verlassenen unterirdischen Raketensilos ist es sehr nützlich. Unentbehrlich, nicht nur für den nächtlichen Gang zur Toilette, sind dabei Taschenlampen. Außer zur Orientierung eignen sie sich neben Systemblitzen gut zur Ausleuchtung der lost places.
Mit auf die Reise müssen natürlich auch Ladegeräte und Ersatzakkus. Reiseadapter für die Steckdosen sind nicht notwendig. Aber eventuell ist ein Mehrfachstecker nützlich, da in den ländlichen Regionen die Steckdosenanzahl in den Häusern gering ist.
Falls der Reisebericht neugierig auf dieses Land gemacht hat, was ist nun bei der Anreise zu beachten? Benötigt wird lediglich ein gültiger Reisepass für Deutsche. Die Flugverbindungen sind häufig mit Zwischenstopps in Moskau oder anderen osteuropäischen Flughäfen, je nach Fluglinie. Lufthansa bietet sogar Direktflüge nach Almaty an. Die Zeitzone ergibt eine Zeitverschiebung um 6 Stunden, so dass man bei Abflug um die Mittagszeit mitten in der Nacht ankommt.
Der Artikel stammt aus 2018.
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